Im Gespräch mit Nani Ofer, Mitarbeiterin in den Schlosswerkstätten
Am 06.02.2017 besuchte ich auf Einladung der Werkstatträte die Schlosswerkstätten in Paderborn. Nach einer interessanten Führung durch die Fertigungshallen, bei der es möglich war, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen, stand der Austausch über das neue Bundesteilhabegesetz mit den Werkstatträten im Fokus.
Es war wichtig, dass mir die Werkstatträte von Ihren Sorgen und Befürchtungen wegen dem neuen BTHG berichtet haben; deutlich konnte ich machen, dass das wesentliche Ziel des Gesetzes ist, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben besser zu machen als bislang. Im Mittelpunkt des Bundesteilhabegesetzes steht ein modernes Teilhaberecht, das Betroffenen ein selbstbestimmteres Leben, gerade auch im Hinblick auf Finanzen, Wohnsituation und Lebensgestaltung ermöglicht.
In den Gesprächen wurde deutlich, dass Menschen mit Behinderung nicht am Rande des gesellschaftlichen Lebens stehen möchten, sondern erwarten, ein ganz normaler und wesentlicher Teil der Gesellschaft zu sein. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen aber ihren Beitrag dazu leisten, um dies zu ermöglichen. Ebenfalls solle sich einmal jeder Mensch ohne Behinderung, Gedanken darüber machen, wie schnell er selbst, z. B. im Falle eines Autounfalls, auf Hilfe angewiesen sein könne, so der Tenor.
Am Ende meines mehrstündigen Besuches, gab es eine Abschlussrunde, in der jeder Teilnehmer der Gesprächsrunde seinen Eindruck vom Verlauf der Diskussion schilderte. Wir waren uns alle einig darüber, dass das ein sehr wichtiges Gespräch war. Mit Sicherheit werde ich die Schlosswerkstätten bald wieder besuchen.
