„Kultur baut Brücken“ – Blienert setzt sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt ein

Veröffentlicht am 16.12.2016 in Bundespolitik

Der Paderborner Bundestagsabgeordnete Burkhard Blienert (SPD) hat als zuständiger Berichterstatter im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages den Koalitionsantrag „Kultur baut Brücken – der Beitrag von Kulturpolitik zur Integration“ (Drucksache 18/10634) initiiert. Der heute durch den Deutschen Bundestag verabschiedete Antrag würdigt den Beitrag von Kulturpolitik zu einer gesamtgesellschaftlichen Integration.

Ziel des Antrages war es, in der Großen Koalition ein Zeichen zu setzen gegen Fremdenfeindlichkeit und Populismus. Statt platter Parolen setzen die Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker der SPD und der Union auf eine konstruktive Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Herausforderungen. Dabei wird Integration nicht als Einbahnstraße, sondern als dynamischer und wechselseitiger Prozess verstanden, den es aktiv zu gestalten gilt.

Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Darauf muss auch die Kulturpolitik reagieren. „Hinter dem eingängigen Titel ‚Kultur baut Brücken‘ steckt die Überzeugung, dass kultureller Austausch dazu beitragen kann, Vorurteile abzubauen und ein besseres Verständnis für einander zu entwickeln. Kulturelles Miteinander kann integrieren und die Gemeinschaft festigen“, so Blienert.

Zu den Kernforderungen des Antrages gehört die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, der Kulturellen Bildung sowie der Soziokulturellen Zentren. Darüber hinaus soll die interkulturelle Öffnung der Kulturinstitutionen sowie der Kulturangebote und der Kulturförderung des Bundes weiter vorangetrieben werden, damit es auch hier gelingt, die kulturelle Vielfalt unserer Gesellschaft besser abzubilden.

Auch in Paderborn befassen sich diverse Initiativen und Projekte im kulturellen Umfeld mit den Themen Migration, Integration und kulturelle Vielfalt. Hierbei seien beispielhaft die „Willkommens-Tage“, die Fotoausstellung „Mein Leben als Flüchtling in Paderborn“ der Jugendpflege der Stadt Paderborn, die Interkulturelle Woche des Forums der Religionen, das Projekt „Rucksack Kita“ oder die App „Helpu“ erwähnt. „Kunst gibt den Menschen die Möglichkeit, sich trotz Sprachbarrieren auszudrücken und ist gleichzeitig ein wichtiger Ort der Begegnung. Ich freue mich, dass die Menschen in Paderborn und Umgebung das integrative Potenzial der Kultur erkannt haben und sich in dieser Hinsicht so vorbildlich engagieren“, so der Bundestagsabgeordnete.

Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur die nur mit vereinten Kräften bewältigt werden kann. Sie findet in erster Linie in den Kommunen statt. Die Städte, Landkreise und Gemeinden sind die Orte, in denen diejenigen, die in unser Land kommen, eine Heimat finden: „Die zusätzlichen Aufgaben, mit denen sich die Kommunen konfrontiert sehen, sind enorm. Sie müssen hierbei von den Ländern und vom Bund finanziell und logistisch weiterhin und noch stärker als bisher unterstützt werden“, fordert Blienert.

Auch die BILD-Zeitung kommentierte den Koalitionsantrag mit der Überschrift „DAS IST DEUTSCH - Bundestag will Leitkultur beschließen.“ Das will Blienert so nicht stehen lassen: „Aus diesem Antrag ein Plädoyer für Leitkultur herauszulesen, wie es die BILD-Zeitung tut, entbehrt jeglicher Grundlage. Nicht nur, dass sich der Begriff in dem Antrag kein einziges Mal wiederfindet. Auch inhaltlich findet sich kein einziger Anhaltspunkt, der diese Interpretationsart unterstützt. Für eine reißerische Schlagzeile wird offensichtlich auch vor bewusster Fehlinterpretation nicht zurückschreckt. Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat spricht in diesem Zusammenhang von ‚Fake News‘ – und er hat Recht.“

Der Bundestagsabgeordnete aus Delbrück stellt klar: „Kultur ist kein starres, in sich geschlossenes, Konzept. Eine Politik, die eine sogenannte Leitkultur propagiert, hierarchisiert und grenzt Kulturen aus. Das entspricht weder meinem Verständnis von Kultur, noch dem meiner Partei. Kultur wird von Menschen gemacht. Deshalb ist sie auch einem ständigen Wandel unterzogen. Dieses dynamische, hybride und heterogene Kulturverständnis findet sich auch im Antrag wieder.“

Blienert versteht Kultur nicht als Mittel der Abgrenzung, sondern als Mittel der Inklusion: „Wir brauchen eine inklusive und integrative Kulturpolitik, die jedem Menschen in diesem Land – unabhängig von seiner sozialen Lage oder Herkunft – die Teilhabe am kulturellen und damit auch am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Ich will die Menschen einen statt spalten – gerade auch hier in Paderborn.“

 

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