Berlinale: Rahmenbedingungen für Filmschaffende verbessern

Veröffentlicht am 10.02.2017 in Allgemein

(c) Foto: Crew United - Christian Dosch

Die Berlinale ist in vollem Gange: Stars, Glamour und rote Teppiche. All das gehört zum Filmgeschäft, trägt aber auch dazu bei, ein falsches Bild von Filmschaffenden zu vermitteln. Das wurde auch letzte Woche beim Panel von Crew United deutlich:  

Die schwierigen und oftmals gar prekären Arbeits- und Einkommensverhältnisse machen es vielen Filmschaffenden schwer oder gar unmöglich, Risiken von Krankheit, Pflegebedürftigkeit und Arbeitslosigkeit angemessen abzufedern sowie eine Vorsorge für das Alter zu treffen.

Künstlerische Freiheit darf nicht gleichbedeutend sein mit (Selbst-)Ausbeutung, einem Leben am Existenzminimum und Altersarmut. Im Gegenteil: Kunst und Kreativität gedeihen nur auf sicherem Boden: Wir müssen dafür sorgen, dass Künstler/innen und Kreative, die unser Leben mit ihrer Arbeit in so vielerlei Hinsicht bereichern, nicht durch das soziale Netz fallen und ein auskömmliches Einkommen haben.

Das Gespräch im Panel hat aber auch gezeigt, dass den Filmschaffenden mit substanzlosen, populistischen Parolen nicht geholfen ist. Erzählen kann man viel, gemessen wird man an seinem Handeln.

Auch die SPD-Bundestagsfraktion muss sich fragen lassen, was sie in dieser Legislaturperiode für die Kulturschaffenden getan hat: 

Wir haben den Mindestlohn durchgesetzt. Beim neuen Filmförderungsgesetz haben wir dafür gesorgt, dass bei öffentlich geförderten Produktionen erstmals soziale Standards eingehalten werden müssen. Die Künstlersozialkasse haben wir gestärkt und gegen Angriffe von Arbeitgeber- und Unternehmerverbänden verteidigt. Die in ihrer Existenz bedrohte Pensionskasse Rundfunk haben wir wieder auf sichere Beine gestellt. Die Arbeitslosengeld I-Sonderregelung für kurz befristet Beschäftigte haben wir verlängert. Das Urhebervertragsrecht haben wir zugunsten der Urheber/innen reformiert.

Diese Bilanz kann sich sehen lassen. Aber wir wollen noch mehr:

Wir wollen den Zugang zum Arbeitslosengeld I für Kulturschaffende verbessern, indem wir die Rahmenfrist von zwei auf drei Jahre erhöhen. Außerdem wollen wir freiberufliche Kulturschaffende möglichst umfassend in die verschiedenen Zweige der gesetzlichen Sozialversicherung einbinden. Die Zugänge wollen wir dabei möglichst erschwinglich und einfach gestalten. Ein wichtiges Thema für die SPD ist und bleibt die angemessene Vergütung von Kulturleistungen. Wir machen uns für Mindesthonorare für Kulturschaffende, Ausstellungsvergütungen sowie eine erhöhte Förderungsdauer im Sinne einer besseren Planbarkeit stark. Mit einem guten Beispiel voran gehen wollen wir bei den Kulturförderungen des Bundes: Gefördert werden soll nur da, wo auch fair gezahlt wird.

 

 

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